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Perchtoldsdorf - ein Ort am Rande von Wien

 

   

 

 

Die Pfarrkirche war ursprünglich der Muttergottes geweiht und geht in ihren Anfängen in das 13. Jahrhundert zurück. Die romanische Kirche wurde 1720 geweiht. Die Kirche wurde im 19. Jahrhundert regotisiert

 

"Türkenfenster" in der Pfarrkirche (St. Augustin) Perchtoldsdorf.


Geschichte:

Perchtoldsdorf wurde erstmals im 6. Jahrtausend v. Christi besiedelt. Die Anwesenheit siedelnder und wirtschaftender Menschen seit dem Frühneolithikum im Ortsgebiet ist durch eindrucksvolle Funde belegt. Der Siedlungsschwerpunkt lag zuerst etwas nördlich und südlich des heutigen Ortskerns. Das römische Perchtoldsdorf befand sich ebenfalls im Süden. „Perchtoldsdorf“ wurde im Jahr 1140 zum ersten Mal urkundlich erwähnt.
Die Familie der Herren von Perchtoldsdorf entwickelte sich unter den Babenbergern zu einem der bedeutendsten Geschlechter der Ostmark bzw. des Herzogtums. Ihr Sitz war die Burg Perchtoldsdorf. Nach dem Aussterben der Herren von Perchtoldsdorf ließen sich die Habsburger in Perchtoldsdorf nieder. Es folgten Jahrzehnte des Aufstiegs. Seit 1318 wird Perchtoldsdorf Markt genannt. Im Mittelalter wurden Befestigungsanlagen gebaut und instand gesetzt. Das Wahrzeichen des Ortes, der Wehrturm, wurde ebenfalls fertig gestellt und viele der schönen, alten Bürgerhäuser mit spätgotischen Fassaden stammen aus dieser Zeit.1529 und 1683 wurde Perchtoldsdorf von den Türken belagert. Beim zweiten Türkenansturm wurde der Ort stark verwüstet und viele Bürger fanden den Tod.
Zu Ende des 18. Jahrhunderts wurden industrielle Produktionszweige angesiedelt. Die wirtschaftliche Entwicklung des Marktes wurde nach wie vor vom Weinbau dominiert. Um 1860 setzte ein rasches Bevölkerungswachstum ein. Im Zweiten Weltkrieg blieb Perchtoldsdorf von der Zerstörung weitgehend verschont.
Heute ist der Ort mit ca. 14.000 Einwohnern eine selbständige, zum Bundesland Niederösterreich gehörende, wohlhabende Marktgemeinde, die an das Bundesland Wien grenzt. Der Ort ist vor allem für die Wiener Bevölkerung ein beliebtes Naherholungs- und Ausflugsziel.

Arkadenhof in der Wienergasse

In der alten Befestigungsmauer ist eine steinerne Kanonenkugel zu sehen, die von den Türken während der Belagerung im Jahre 1683 abgefeuert wurde und in der Mauer stecken blieb

Marktplatz


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Burg ->

 

 

Die Herzogsburg hinter der Pfarrkirche, eine noch heute eindrucksvolle Burganlage, gehört zu einer Kette von Wehranlagen, die im 11. Jahrhundert errichtet wurden. Sie war ursprünglich Sitz der Babenberger. Im 14./15. Jahrhundert residierten hier die Fürstinnen aus dem Hause Habsburg.

 

Der 60 m hohe, freistehende Wehrturm, ein Meisterwerk spätmittelalterlicher Festungsbaukunst (1450-1521), ist seit rund einem halben Jahrtausend das Wahrzeichen des Marktes.

 

Die Wienergasse ist die beliebteste und größte   Einkaufsstraße. Sie führt vom Marktplatz zum   23. Bezirk Wiens.

Die 1713/14 errichtete Dreifaltigkeits- oder Pestsäule auf dem Marktplatz ruht auf einem von Steinvoluten
eingefaßten steinernen Quader. Auf ihr thront die Hl. Dreifaltigkeit in barocker Darstellung.Das bemerkenswerte Relief an der Südseite des Quadersockels stellt die Pest in Wien dar.

 

altes Bürgerhaus mit schöner Fassade

 

Ein grüner Föhrenbuschen als "Weinanzeiger" kennzeichnet jene gemütlichen Lokale und lauschigen Gärten, in welchen Eigenbauwein ausgeschenkt wird und reichhaltige Buffets auf hungrige Gäste warten. Diese Lokale nennt man „Heuriger“.

Das Rathaus wurde in der Mitte des 15.Jahrhunderts im spätgotischen Stil erbaut. Es war zunächst ein Bürgerhaus.

Die Spitalskirche zur Hl. Dreifaltigkeit, ein gotischer Bau, wurde zu Beginn des
15. Jahrhunderts erbaut. Sie befindet
sich in der Wienergasse

Vor dem Wehrturm befindet sich dieser schöne Brunnen.



   

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